was “die zeit” schon im juni 2007 schrieb
Januar 12, 2010
Kaufen, verkaufen, verschwinden
Wie die Kärntner Bank Hypo Alpe-Adria die istrische Riviera zu Geld machte – gemeinsam mit kroatischen Verbrechern.
Poreč
Kilometerlang nur immergrüne Büsche, Olivenbäume und Eichen, dahinter ein wildes und felsiges, aber flaches Ufer: Auf der Fahrt vom kroatischen Küstenstädtchen Rovinj in Richtung Süden kann man die Mittelmeerküste noch in unberührtem Zustand erleben. Die Zivilisation gibt sich bescheiden. Ein paar Kähne dümpeln vor einem kleinen Fischrestaurant am Ortsrand von Peroj im Hafenbecken, eine schmale Asphaltstraße hält brav Abstand zum Meer. Paradiese wie dieses findet man in der nördlichen Mittelmeerregion nur mehr in Istrien, der lanzettförmigen Halbinsel in der Achselhöhle der Adria. Die idyllischen Gestade liegen gerade einmal fünf Autostunden von München oder Wien entfernt, nah genug, um Ärzten, Rechtsanwälten und Kulturschaffenden aus diesen Großstädten ein stilvolles Wochenende an sonnigen Ufern zu bieten.
Hier ein jungfräuliches Erholungsgebiet in einem armen Nachkriegsland, dort eine solvente Szene, die auf Immobilienschnäppchen lauert: ein gewinn- und vor allem korruptionsträchtiges Zusammentreffen. Nun regt sich erstmals Widerstand. Eine Gruppe von angesehenen Bürgern kämpft für einen Volksentscheid gegen den »Ausverkauf« Istriens und hat schon 12.500 Unterschriften gesammelt – eine beachtliche Zahl in einem Land, in dem nicht erst seit dem Krieg Ruhe die erste Bürgerpflicht ist.
»Wir haben nichts gegen die Ausländer«, sagt Bruno Poropat, der Initiator und Vorsitzende der Bürgerinitiative. »Sie sollen sich hier ihre Landhäuser bauen oder, noch besser, die verlassenen Bauernhäuser renovieren.« Nur die Küste sollte für alle zugänglich bleiben, fordert Poropat: »Nicht wie am Wörthersee, den man nur noch an zwei Stellen ohne Zaun erreichen kann.« Kein zufälliger Vergleich: Kaum ein größeres Immobiliengeschäft hier in Istrien, das nicht irgendwie über Klagenfurt liefe.
Begonnen hat die arg asymmetrische »Zusammenarbeit« zwischen Kärnten und Istrien im August 1999. Überraschend besuchte der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider, damals gerade ins Amt gewählt, die Stadt Pula, Sitz der istrischen Regionalregierung, und traf dort seinen Amtskollegen Stevo Žufić. Der und seine Partei mussten sich anschließend dafür monatelang rechtfertigen. Die istrischen Rebellen nennen Haider den »größten lebenden Neonazi«. Der Gast aus Kärnten war öffentlich wenig präsentabel.
Dunkle Geschäfte, geheime Absprachen
Kaum war Haider wieder weg, kam seine Bank: die staatsnahe Hypo Alpe-Adria, bis vor Kurzem noch kärntnerisch und seit Ende Mai bayerisch. Die damalige Hausbank des Landes Kärnten hat seither alle wichtigen Immobiliendeals in Istrien finanziert. Das Logo der Bank prangt heute wie ein Ortseingangsschild auf dem prächtigen Gebäude der Hypo von Poreč – der »Festung«, wie man hier sagt. Vor allem aber sicherte die Bank sich das einflussreichste Personal – einschließlich Haiders Gastgeber Žufić.
Kurz nach dem Markteintritt der Bank kam es zu ersten mysteriösen Verkäufen. Die Ratsmitglieder der Landgemeinde Vodnjan merkten im Dezember 2000 selber kaum, welchem Deal sie da zustimmten: 374000 Quadratmeter unberührte Meeresküste – jenes Stück, vor dem noch heute die Kähne dümpeln – gingen per Beschluss zum Spottpreis von umgerechnet 5,12 Euro pro Quadratmeter an eine bis dahin unbekannte Firma. Finanzier der Transaktion: die Hypo Alpe-Adria. Vorsitzende des Aufsichtsrats des Käuferunternehmens: die örtliche Hypo-Chefin. Die Firma gehörte dem in Immobiliengeschäften bislang unbekannten Klagenfurter Anwalt Gerhard Kucher und der Firma eines Wiener Immobilienspekulanten, Detlev Neudeck, damals Nationalratsabgeordneter und Finanzexperte der FPÖ. Ein paar Monate später folgte ein doppelt so großes Filetstück, diesmal für wohlfeile 7,35 Euro pro Quadratmeter. Käufer war diesmal eine andere Firma, allerdings mit denselben Eigentümern: der Hypo Alpe-Adria, den Klagenfurter Anwalt, den Wiener Abgeordneten.
Kaum war das Geschäft abgewickelt, beschloss die Gemeinde, das soeben verkaufte Naturschutzgebiet zu einer touristischen Nutzfläche umzuwidmen. Der Preis der Grundstücke, die inzwischen den Werbenamen »Riviera von Brioni« tragen, stieg über Nacht auf das Zweihundertfache. Die Käufer beachteten nicht einmal Schamgrenzen. Die Umwidmung sei ihm schon vor dem Kauf versprochen worden, plauderte Wolfgang Kulterer, damals noch Hypo-Chef, vor der Lokalzeitung Glas Istre aus. Haiders Kollege Stevo Žufić, inzwischen Präsident des regionalen Parlaments, wurde Geschäftsführer in einer der beiden Firmen.
Istrien gilt unter den Zuzüglern nicht ganz zu Recht als letztes Überbleibsel des k. u. k. Mitteleuropa. Heute offiziell wieder zweisprachig kroatisch-italienisch, hat die Halbinsel nach dem Zweiten Weltkrieg eine radikale »ethnische Säuberung« durchlitten: Italiener, aber auch viele Deutsche wurden vertrieben. In die leeren Orte rückten Kroaten, Serben, Bosnier, Albaner aus ganz Jugoslawien nach. Im Krieg der neunziger Jahre eine brisante ethnische Mischung.
Aber Istriens Regionalpartei IDS hielt, gegen Druck aus Zagreb, an dem multikulturellen Charakter der Region fest. Auch geschäftlich erwies sich das als geschickt: Je weniger kroatisch Istrien sich gab, desto mehr Touristen kamen. Nach dem Friedensschluss von 1995 entdeckten vor allem Österreicher und Bayern die vielen verlassenen Dörfer und verfallenden Gehöfte in den Bergen. Italienern dagegen blieb der Grunderwerb bis ins Jahr 2007 gesetzlich verwehrt. Eine eigene Firma namens Istra-Bavaria in Poreč bemüht sich vor allem um die bayerische Kundschaft. Inzwischen residieren die Familien Oetker und Bismarck in Istrien, der Rennfahrer Ralf Schumacher hat sich bei Oprtalj im Norden ein verstecktes Palais hergerichtet.
Aber nicht die stillen Reichen sind es, an denen sich Istriens Rebellen stoßen. »Das Problem sind die einheimischen Mächtigen, die Partner der Hypo, die bei deren Geschäften mitschneiden«, sagt Damir Radnić, sozialdemokratischer Kommunalpolitiker in Pula. »Sie arbeiten zu ihrem privaten Vorteil, aber zum Nachteil der öffentlichen Hand.« Wem etwa das Filetstück an der Küste inzwischen gehört, liegt im Dunkeln – Neudecks Firma verkaufte ihren Anteil 2003 mit einem schönen Gewinn an zwei Briefkastenfirmen im schweizerischen Zug. Dahinter vermuten die Rebellen von Pula lokale Funktionäre, die sich mit der Kärntner Hypo eingelassen hatten. Außer dem enormen Wertverlust gehen der Provinz und der Republik bei den undurchsichtigen Immobilientransaktionen auch jede Menge Steuern durch die Lappen – die Spekulationsteuer etwa, die beim raschen Wiederverkauf der »Riviera von Brioni« eigentlich fällig geworden wäre.
In der Wahl ihrer kroatischen Partner war die Kärntner Hypo geschickt, wenn auch nicht zimperlich. Zu ihnen gehört der in istrischen Immobilien erfolgreiche Ex-General Vladimir Zagorec, dem die Hypo im Rahmen einer Mafia-Fehde das Lösegeld für seinen entführten Sohn stellte und der kürzlich in Wien verhaftet wurde. Er steht in Zagreb in Verdacht, über Kärnten im großen Stil Geld gewaschen zu haben. Ein anderer Hypo-Geschäftspartner ist der rechtsradikale frühere Tudjman-Berater Ivić Pašalić, genannt »der Doktor«, der – ohne einschlägige Erfahrung – aus Klagenfurt stolze 30 Millionen Euro für den Bau eines Einkaufszentrums bekam. Zu den Freunden des Hauses zählt auch Branimir Glavaš, der »Pate von Osijek«, den Haider persönlich in Klagenfurt empfing. Noch als Provinzgouverneur ließ sich der Warlord aus dem Nordosten Kroatiens von einer Hypo-Tochter für damals 280000 Mark eine Wohnung abkaufen, die er zuvor für gut 3.000 Mark vom Staat erworben hatte. Inzwischen sitzt Glavaš als mutmaßlicher Kriegsverbrecher im Gefängnis. Merkwürdige Geschäfte trieb die Hypo-Tochter auch mit der Straßenbaufirma Kamen Ingrad in der Nachbarstadt Požega: Der insolvente Betrieb wurde von der Hypo tüchtig mit Krediten gefüttert – und dann von der aus Kärnten stammenden Baufirma Strabag aufgekauft.
Viele der Hypo-Geschäftspartner sitzen heute hinter Gittern
Paradiesisch ist in Istrien nur noch die Natur. Auf dem Immobilienmarkt geht es heute höllisch zu. Mafia, Geldwäsche, Betrug, ordinäre Korruption – kein Übel, das noch nicht aufgetreten wäre. In Gredići verkaufen die Bauträger ihre Wohnungen zu überhöhten Preisen an sich selbst – ein klassischer Geldwäschertrick. Ein bekannter Makler aus Poreč lebt inzwischen unter falschem Namen in Bayern, um sich vor den Nachstellungen eines Zagreber Spielautomatenkönigs und dessen Bodyguards zu retten. Žufić, der Ex-Landeshauptmann, schlägt sich mit der Riviera-Affäre herum, sein Nachfolger muss sich finsterer Korruptionsvorwürfe erwehren.
Inzwischen ist die Aufteilung der Halbinsel weitgehend perfekt; nur bei Pula nahe dem alten Militärhafen, ist noch eine größere »Riviera« zu haben. Die Kärntner Hypo hat im vergangenen März, damals in Wien unter Beschuss und schon bereit zum Verkauf, ihre Immobilientöchter an einen undurchsichtigen kroatischen Käufer abgestoßen – nicht ohne vorher die schönsten Stücke aus ihrem Portefeuille zu verkaufen.
Die Bayerische Landesbank übernimmt eine gereinigte Firma und in Kroatien eine gesäuberte Szene. Glavaš sitzt, Zagorec wird von Zagreb mit Haftbefehl gesucht, Pašalić muss um seine Millionen zittern. Stevo Žufić, der starke Mann der IDS, ist heute erfolgreicher Immobilienmakler in Poreč. Die Bürgermeisterin von Vodnjan, die den skandalösen Verkauf der Riviera einfädelte, wurde wegen einer anderen Korruptionsaffäre zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Landeshauptmann Ivan »Nino« Jakovčić gibt zu, dass die Küste bei Peroj »zu billig« verkauft wurde, was allerdings eine »autonome Entscheidung der Gemeinde Vodnjan« gewesen sei. Bald werden viel Gras und einige schöne Apart-Hotels über die Sache wachsen. Und das blaue Meer kräuselt sich nur ganz leicht.
was bleibt ist zweifel …
Dezember 28, 2008
in lyon …
Dezember 6, 2008
die zeit vergeht – auch in lyon wo die lichter leuchten
it´s over now …
Dezember 29, 2007
bye bye hope

epic-fu …
Dezember 13, 2007
what is that?
We’re all about the things that make us geek out — the coolest art, tech, and music from the online and offline world. The new popular culture is about the influence of web culture on the mainstream. EPIC-FU is a new way of thinking about popular culture — it’s about conversation and interaction. Entertainment is a two-way street now.
Created by Zadi Diaz and Steve Woolf, EPIC-FU is your guide to what the web is buzzing about. It’s Rolling Stone Magazine for the Internet generation.
EPIC-FU (formerly called JETSET) is a Webby Award Winner and a Vloggie Award Winner with a large and growing audience. We recently surpassed 3,000,000 views for a single month.
regular normal guy
Dezember 9, 2007
I am just aregular everyday normal guy… Nothing special about me Mother Fucka I am justa regular everyday normal guy… When I go to the clubs I wait in line MotherFucka I am just a regular everyday normal guy… I got 600 dollars In the bankMother Fucka I am just a regular everyday normal guy… And my sexualperformance is an average
I work atcustomer service for a phone company I make 12 bucks an hour but that’s all Ineed I live in a small apartment on a quiet street I don’t go out too much Ilike to watch TV I cant afford a car I use public transportation I don’t mind Iread ’til I reach my destination sometimes a newspaper, sometimes a book theamount of money I save this shit is off the hook
And i am notvery good with the women I’m a pretty shy person and I’m average looking lasttime I had sex was in 2003 and I am ashamed to admit but it wasn’t free
I am just aregular everyday normal guy… I get nervous in social situations MotherFucka I am just a regular everyday normal guy… I get constipated once a monthMother Fucka I am just a regular everyday normal guy… And i make pretty goodspaghetti sauce Mother Fucka I am just a regular everyday normal guy… and Iget scared when I go see the dentist
I’m the”Pauly Shore” of everyday life easily forgettable and I am not veryliked I have an “According to Jim” personality I’m as entertaining asa fucking STD
if you wannamess with me I think you probably can because I am not confident and i am weakfor a man I’ll just roll up in a ball while you kick me in the back,yeah honestly I probably wont fight back And I don’t have many friends thatwould back me up My friend Steve would but he doesn’t look very tough
Steve:”You want some of this bitch?”
If you rarelyget laid put your hands up If you’re not well paid put your hands up If you gota pet cat put your hands up and if you got a bad back put your hands up
Jon: “Ihurt my back two summers ago moving a fridge and ever since then it’s just notthe same… you know it… it gets… It gets pretty sore”
I am just aregular everyday normal guy… My parents are really nice people Mother Fucka Iam just a regular everyday normal guy… I am somewhat afraid of heights MotherFucka I am just a regular everyday normal guy… I like the show “GreysAnatomy” Mother Fucka I am just a regular everyday normal guy… and I ampretty good at making paper planes
Steve: “I could do this all day… I could do this all day… Icould do this all day..
nbk …
August 12, 2007
MEDIUM CU of Mickey curled up by his bed, writing Mallory a
letter.
MICKEY (V.O.)
Dearest Mallory. My cell is so cold.
At night I get the chills. I pretend
you’re lying next to me, holding me
from behind with your leg draped over
mine and your arms wrapped tightly
around me. I lie in my cell. . .

cruuuuuising …
August 12, 2007
I’m not in love, so don’t forget it.
It’s just a silly phase I’m going through.
And just because I call you up,
Don’t get me wrong, don’t think you’ve got it made.
I’m not in love, no no, it’s because…
I like to see you, but then again,
That doesn’t mean you mean that much to me.
So if I call you, don’t make a fuss -
Don’t tell your friends about the two of us.
I’m not in love, no no, it’s because…
I keep your picture upon the wall.
It hides a nasty stain that’s lying there.
So don’t you ask me to give it back.
I know you know it doesn’t mean that much to me.
I’m not in love, no no, it’s because…
Ooh, you’ll wait a long time for me.
Ooh, you’ll wait a long time.
I’m not in love, I’m not in love…

bears and tears …
August 12, 2007

Timothy Treadwell spent thirteen summers in Katmai National Park and Preserve, Alaska. Over time, he believed he was trusted by the bears, who would allow him to approach them, and sometimes even touch them. Treadwell was repeatedly warned by park officials that his interaction with the bears was unsafe to both him and to the bears. “At best he’s misguided,” Deb Liggett, superintendent at Katmai and Lake Clark national parks, told the Anchorage Daily News in 2001. “At worst, he’s dangerous. If Timothy models unsafe behavior, that ultimately puts bears and other visitors at risk.” Treadwell filmed his exploits, and used the films to raise public awareness of the problems faced by bears in North America. In 2003, at the end of his thirteenth visit, he and his girlfriend Amie Huguenard were attacked, killed and eaten by a bear.
For Grizzly Man, Herzog used sequences extracted from over 100 hours of video footage shot by Treadwell during the last five years of his life, and conducted interviews with Treadwell’s family and friends, as well as experts and authority figures. Herzog also narrates, and offers his own interpretations of the events. In his narration, he depicts Treadwell as a disturbed man who may have had a deathwish toward the end of his life, but also refuses to condemn him for this.
Grizzly Man premiered at the 2005 Sundance Film Festival. It was released in theaters on August 12, 2005, and was released on DVD in the United States on December 26, 2005. The Discovery Channel aired Grizzly Man on television on February 3, 2006; its 3-hour presentation of the film included a 30-minute companion special that delved deeper into Treadwell’s relationship with the bears and addressed controversies surrounding the film. The DVD release of the film is missing an interview with Treadwell by David Letterman that was shown in the original theatrical release where Letterman jokes that Treadwell will eventually be eaten by a bear; however, the version televised on the Discovery Channel retains this scene.
The film refers to an audio recording of the fatal attack, captured by Treadwell’s video camera, but although Herzog is shown listening to it on earphones, it is not played in the film. In fact, Herzog advises the owner of the tape, Jewel Palovak, a friend of Treadwell who held onto the tape but refused to ever listen to it, to destroy it immediately.